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Kostenlose Personalrekrutierung mit Ihrer Karriereseite? Nicht, wenn Sie diese 5 Fehler machen

Bereits Mitte der 1990er ging die erste deutsche Karriereseite an den Start. Seitdem ist so viel Zeit vergangen, dass sich das Tool als gut etablierter Standard durchgesetzt haben sollte. Aber Fehlanzeige! Viele kleinere Unternehmen haben keine. Und die, die eine haben, nutzen häufig auch heute noch nicht das volle Potenzial ihrer Karriere-Website. Ganz im Gegenteil. Sie ist oftmals sogar ein regelrechter Bremsklotz für die Personalrekrutierung. Damit Ihre Karriereseite nicht wirkungslos verpufft, stellen wir Ihnen die Big-5 der schlimmsten Fehler vor.

Warum ist die Karriereseite für Ihre Personalrekrutierung wichtig?

Die Karriereseite ist nicht nur ein wichtiger Baustein Ihres Recruiting-Funnels. Sie ist das Flaggschiff Ihrer Arbeitgebermarke – der zentrale Hub, in dem Ihre Markenkommunikation zusammenläuft. Denn: Sie kommunizieren zwar mit Ihren verschiedenen Kandidatenzielgruppen über verschiedene Kanäle und Formate. Aber egal, wo Sie wen adressieren, Ihre Zielgruppe wird letztendlich auf Ihre Karriere-Website gelenkt. Hier finden Ihre potenziellen Bewerber aktuelle Stellenausschreibungen sowie Informationen zu Ihnen als Arbeitgeber. Genau hier entscheiden sie sich für oder gegen eine Bewerbung bei Ihrem Unternehmen.

Die Top-3 Aufgaben Ihrer Karriereseite für Ihre Personalrekrutierung

Eine gute Karriereseite ist daher entscheidend, um Ihr Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und potenzielle Bewerber zu überzeugen. Je ansprechender Ihre Seite ist, desto höher ist die Zahl Ihrer Bewerbungen. Das Beste? Es ist organisch, also kostenlos. Und es ist der einzige Recruiting-Kanal, den Sie hundertprozentig in der Hand haben. Allein deshalb lohnt sich Ihre Investition in eine ansprechende Seite. Das funktioniert natürlich nur, wenn Sie die schlimmsten Fehler vermeiden.

Fehler Nr. 1: Der allergrößte Fehler - Gar keine Karriereseite

So wie Sie mit Ihren Produktseiten Kunden für Ihre Produkte und Dienstleistungen gewinnen möchten, möchten Sie auf Ihrer Karriere-Website qualifizierte Fachkräfte gewinnen. In beiden Fällen gilt gleichermaßen: Der erste Eindruck zählt.

Ohne Karriereseite keine organische Personalrekrutierung

Ihre Karriereseite ist für viele Bewerber einfach die erste Anlaufstelle, um sich über Sie als Arbeitgeber zu informieren. Fehlt diese, enttäuschen Sie bereits zu diesem frühen Zeitpunkt Ihre Bewerber. Der erste Eindruck ist dann entweder gar keiner – wenn Sie Glück haben – oder aber eben ein negativer. Nicht wenige Bewerber verlieren schon hier das Interesse und ghosten Sie. Viel Potenzial, das Ihrer Personalrekrutierung völlig grundlos entgeht.

Fehler Nr. 2: Ihre Seite kann nicht gefunden werden

Sie haben eine coole Unternehmenswebsite. Sehr gut! Nutzen Sie sie. Es gibt zwei Arten von Bewerber. Diejenigen, die sich bereits für eine Bewerbung bei Ihnen entschieden haben (Und die werden angesichts des Fachkräftemangels immer weniger!). Und diejenigen, die noch nicht wissen, dass sie sich bei Ihnen bewerben möchten. Die zweite Gruppe ist für Ihre Personalrekrutierung sehr viel spannender. Diese erreichen Sie allerdings nur, wenn Sie diesen einen Impuls geben, um sich mit Ihnen als potenziellen Arbeitgeber überhaupt auseinanderzusetzen. Das gelingt Ihnen nicht, wenn Sie Ihre Karriere-Website im Footer oder unter „Service“ verstecken.

Daneben muss Ihre Karriereseite natürlich bei Google ordentlich ranken. Trotz Social Media und Jobbörsen nutzen viele Bewerber auch heute noch vor allem Google bei Ihrer Jobsuche, indem sie Jobtitel und Standort in die Google-Suche eingeben.

Google ist unangefochtene Nr. 1 bei der Jobsuche

Das sind auch die Keywords, mit denen Sie Ihre potenziellen Kandidaten auf Ihre Karriereseite leiten und organischen Traffic generieren können. Achten Sie entsprechend sowohl bei Ihren Stellenanzeigen als auch auf Ihrer Karriere-Website unbedingt auf bewerberfreundliche Keywords. Vermeintlich coole Jobtitel ranken bei Google nicht wirklich und werden leider gerade von Jungunternehmern und Start-ups oft verwendet.

Fehler Nr. 3: Keine Mobiloptimierung

Die meisten Bewerber nutzen heute Ihr Tablet oder Smartphone, um Jobangebote zu lesen und sich zu bewerben. Laut einer aktuellen StepStone-Studie sagen zwei Drittel, dass eine Bewerbung wahrscheinlicher ist, wenn sie eine Jobanzeige auf dem Smartphone lesen können. Obgleich das kein neuer Trend ist, sind viele Seiten nicht für Smartphones optimiert.

Die meisten Karriereseiten sind nicht mobil optimiert

Quelle Zahlen: StepStone
Grafik: WK Personalberatung

Zudem sagt fast die Hälfte, dass sie sich eher bewerben würde, wenn sie die Bewerbung direkt über das Smartphone abwickeln könnte. Allerdings bieten noch nicht einmal zwei Fünftel der Karriere-Websites einen mobil optimierten Bewerbungsprozess an. Hier liegt also viel Potenzial für die Optimierung Ihrer Personalrekrutierung. Implementieren Sie einen mobil optimierten Prozess, bei dem sich Ihre Kandidaten über ein kurzes Formular (gegebenenfalls mit Lebenslauf) schnell bewerben können.

Lassen Sie eine Bewerbung nicht an einem häufig zu beobachtenden Problem scheitern: einem viel zu umständlichen Bewerbungsprozess. Stellen Sie sicher, dass sich Ihr Bewerber von jeder Unterseite Ihrer Karriereseite auf dem kürzestmöglichen Weg über maximal 3 Klicks bewerben können.

Fehler Nr. 4: Unübersichtlicher Aufbau

Viele Karriere-Websites sind viel zu unübersichtlich und haben zig für Bewerber nicht gerade intuitive Filter. Wenn sich Ihre Bewerber ewig durch Ihre Seite scrollen oder fünf-sechs Mal durchklicken müssen, bis sie die für sie relevanten Informationen oder Jobangebote finden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, das Sie diese verlieren.

Setzen Sie Ihre organische Personalrekrutierung nicht durch eine unübersichtliche Karriereseite matt

Ihre potenziellen Bewerber überfliegen in aller Regel Ihre Stellenanzeigen. Und Sie springen Ihnen schnell ab, wenn Sie diese mit Textwüsten langweilen. Sorgen Sie für einen übersichtlichen Aufbau und mit emotionalem Content in Form von Fotos oder Bildern für Aufmerksamkeit. Insbesondere interaktiver und emotional ansprechender Inhalt bringt nachweislich mehr Bewerbungen und boostet Ihre organische Personalrekrutierung.

Sorgen Sie für eine angenehme User- bzw. Candidate Experience

Etwa die Hälfte aller Websites wird zudem nicht regelmäßig gepflegt und liefert veralteten Content. Wenn Sie Top-Talente für Ihr Unternehmen gewinnen möchten, müssen Sie dafür sorgen, dass Ihre Karriereseite immer auf dem aktuellen Stand ist.

Vergessen Sie nicht: Ihre Karriere-Website ist das Flaggschiff Ihrer Arbeitgebermarke. Bieten Sie einen einheitlichen Markenauftritt über ein für Ihr Unternehmen typisches Look-and-Feel, das Ihre Kultur und Ihre Werte widerspiegelt und Wiederkennungswert liefert. So boosten Sie Ihre Personalrekrutierung zusätzlich durch effektives Employer Branding.

Fehler Nr. 5: Keine Infos über Sie als Arbeitgeber

Der Arbeitsmarkt ist ein Kandidatenmarkt. Das heißt: Die Bewerber sind am Drücker und Sie müssen sich bewerben. Das gelingt nicht mit einer trockenen Stellenausschreibung. Die nachrückende Generation möchte etwas über Sie als Arbeitsgeber wissen. Für diese ist die Arbeitsplatzwahl extrem emotional. Fragen Sie sich, wie die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe aussehen und wie Sie diese als Unternehmen aufgreifen und als Wertangebot verpacken können. Kernbedürfnisse, die eigentlich in jeder Umfrage genannt werden und auch durch eine aktuelle StepStone- und Kienbaum-Studie bestätigt wurden, sind:

Top-Arbeitsplatzfaktoren für Personalrekrutierung & -retention

Sehen Sie es als Chance und zeigen Sie, was Sie als Arbeitgeber zu bieten haben und wofür Ihr Unternehmen steht. Und vor allem: Zeigen Sie dies auf Ihrer Karriereseite – in Text, Bild und Video. Dann klappts auch tatsächlich mit der organischen, also kostenlosen Personalrekrutierung.

Fazit

Um herauszufinden, wie gut Ihre Personalrekrutierung über Ihre Karriereseite funktioniert, können Sie einmal in die Rolle Ihrer Bewerber schlüpfen und den gesamten Bewerbungsprozess durchspielen. Schauen Sie, ob sich auf Ihrer Seite problemlos alle relevanten Informationen finden lassen. Müssen Sie lange rumscrollen oder sich mit unendlich vielen Klicks durch Ihre Unterseiten wühlen, besteht Optimierungsbedarf.

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