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Jobprofil eines Asset Managers in der Energiewirtschaft

Männlicher Asset Manager im modernen Büro

Mit der wachsenden Bedeutung erneuerbarer Energien steigt der Bedarf an professionellem Asset Management an. Asset Manager sorgen dafür, dass Energieanlagen wie Windparks, Solarparks und Wasserkraftwerke optimal betrieben werden. Sie sind die Schnittstelle zwischen technischer Effizienz, wirtschaftlicher Rentabilität und regulatorischen Anforderungen. Welche Qualifikationen benötigen sie, und welche Herausforderungen erwarten sie im Arbeitsalltag? Und wie können Energieversorger diese wichtigen Experten gewinnen? All diese Fragen beantworten wir folgend.

Inhalt

  1. Asset Management bei EVU
  2. Die drei AM-Säulen
  3. So sieht das Profil eines Asset Managers aus
  4. So werden Asset Manager für die Energiebranche rekrutiert
  5. Fazit
  6. FAQs

Asset Management bei EVU

Asset Management (AM) ist im Grunde genommen lediglich eine Weiterentwicklung und Modernisierung dessen, was früher als Betriebsmittelverwaltung bekannt war. Während die klassische Betriebsmittelverwaltung sich auf die reine Dokumentation und Organisation der technischen Anlagen beschränkt hat, verknüpft modernes AM diese Grundfunktionen mit strategischer Planung, ganzheitlicher Optimierung und intelligenter Datenanalyse.

Lebenszyklus eines Assets bei EVU

Bei Energieversorgungsunternehmen (EVU) geht es im AM entsprechend darum, alle technischen Anlagen und Netze zum einen optimal über ihren gesamten Lebenszyklus zu bewirtschaften und zum anderen strategisch und zukunftssicher zu entwickeln.

Die drei AM-Säulen

Asset Manager sorgen in der Energiewirtschaft also zuallererst für die optimale Bewirtschaftung von Energieanlagen. Dabei müssen sie vor allem technische Zuverlässigkeit mit wirtschaftlicher Rentabilität in Einklang bringen. Grundsätzlich lassen sich die Aufgaben am besten anhand von drei zentralen Säulen beschreiben, die in ihrer Gesamtheit letztendlich über die langfristige Rentabilität einer Energieanlage.

Die 3 Säulen des Asset Managements in der Energiewirtschaft

Kommerzielles Asset Management – Der strategische Überblick

Das kommerzielle oder auch kaufmännische AM kümmert sich um das Rechtliche und Organisatorische rund um den Betrieb von Energieanlagen. Asset Manager verhandeln mit Grundstückseigentümern über Standorte, entwickeln maßgeschneiderte Versicherungslösungen und sorgen für die Einhaltung rechtlicher Vorgaben.

Aufgaben im kommerziellen AM

Mit der zunehmenden Umstellung auf erneuerbaren Energien und Integration neuer Technologien sind die vertraglichen Anforderungen gestiegen. Dazu gehören beispielsweise Anforderungen an die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen, differenzierte Wartungsverträge und spezifische Versicherungslösungen. Asset Manager müssen diese Verträge nicht nur aufsetzen, sondern auch fortlaufend an neue Marktbedingungen und technische Entwicklungen anpassen.

Technisches Asset Management – Die operative Steuerung

Die technische Seite des AMs dreht sich ganz um die Effizienzmaximierung der Energieproduktion. Hierzu analysieren Asset Manager kontinuierlich die Leistungsdaten ihrer Anlagen und identifizieren Abweichungen vom Optimum. Moderne Monitoring-Systeme liefern dabei Echtzeitdaten zu jedem Windrad und jeder Solaranlage im Portfolio.
Luftaufnahme einer Windkraftanlage auf einem offenen Feld bei Sonnenuntergang. Rotierende Rotorblätter im Vordergrund, mit weiteren Windturbinen und landwirtschaftlichen Flächen im Hintergrund.

Predictive Asset Management ist die Zukunft der Energiebranche

Ein Kernaspekt ist dabei die vorausschauende Wartung (Stichwort: Predictive Maintenance) anhand der zur Verfügung stehenden Echtzeitdaten. Deren Analyse erlaubt es Asset Managern einzugreifen, bevor es zu kostspieligen Ausfällen kommt. Sehr gute Manager identifizieren dabei den wirtschaftlich optimalen Wartungszeitpunkt – in der Balance zwischen maximaler Anlagennutzung und minimalem Ausfallrisiko, um die höchstmögliche Rentabilität zu gewährleisten.

Aufgaben im technischen AM

Eine weitere Aufgabe besteht in der Identifikation von Optimierungspotentialen durch die systematische Auswertung von Betriebsdaten und den Vergleich verschiedener Anlagen. Hier können selbst kleine Verbesserungen über ein großes Portfolio hinweg zu signifikanten Ertragssteigerungen führen.

Finanzielles Asset Management – Rentabilität im Fokus

Die finanzielle Steuerung von Energieanlagen erfordert einen genauen Blick auf Zahlen und Kennzahlen wie die Produktionszahlen der Anlagen, Wartungskosten, Einnahmen aus Stromverkäufen, die von modernen Software-Lösungen erfasst und aufbereitet werden. Anhand dieser erstellen Asset Manager regelmäßig Management Reports, entwickeln Budgets und überwachen die Performance ihres Anlagenkollektivs.

Aufgaben im finanziellen AM

Ein nicht unwesentlicher Teil der Arbeit kommt der Liquiditäts- und Ausschüttungsplanung zu. Asset Manager steuern die Geldflüsse, planen Rücklagen für Wartungen und bereiten Ausschüttungen an Investoren vor. Sie koordinieren Wirtschaftsprüfungen, pflegen Bankbeziehungen und kümmern sich um steuerliche Aspekte. Zudem müssen sie ihre Anlagen regelmäßig bewerten (Net Asset Valuation), um die Wertentwicklung ihres Portfolios im Auge zu behalten.

So sieht das Profil eines Asset Managers aus

Kandidaten müssen heute ein vielseitiges Profil mitbringen, um den komplexen Anforderungen des Asset Managements in der Energiebranche gerecht zu werden. Eine fundierte akademische Basis, idealerweise als Wirtschaftsingenieur oder als Kombination eines technischen Studiums mit betriebswirtschaftlicher Weiterbildung, ist Grundvoraussetzung.

Ausbildungsbasis für Asset Manager in der Energiewirtschaft

Erwünscht sind zudem eine mehrjährige Praxiserfahrung in relevanten Bereichen wie
  • technisches AM,
  • Energiehandel,
  • Projektentwicklung und/oder
  • Netzplanung und -betrieb.
Die Führung internationaler Projekte gehört immer mehr zum Arbeitsalltag, weshalb exzellente Englischkenntnisse in aller Regel genauso unerlässlich wie fundierte IT-Kenntnisse in Datenanalyse-Tools, AM-Systemen und Energiemanagement-Software sind.

So werden Asset Manager für die Energiebranche rekrutiert

Die Rekrutierung von Asset Managern erfolgt über verschiedene, sich ergänzende Kanäle. Die Energieversorger setzen dabei sowohl auf klassische Ausschreibungen auf den eigenen Karriereseiten und Business-Netzwerken wie LinkedIn als auch auf spezialisierte Personalberatungen. Letztere sind besonders bei der Besetzung von Führungspositionen im Asset Management unverzichtbar, da sie über exzellente Netzwerke in der Branche verfügen und auch passive Kandidaten ansprechen können.

Geschäftstreffen in einem hellen Konferenzraum. Eine Personalberaterin und Asset Manager in Business-Kleidung geben sich lächelnd die Hand. Auf dem Tisch befinden sich Windkraft-Modelle, Dokumente und eine Tasche. Weitere Personen sind im Gespräch.

Personalberater vermitteln die passenden Asset Manager

Headhunter mit Fokus auf die Energiewirtschaft pflegen oft langjährige Beziehungen zu potenziellen Kandidaten und kennen deren Karriereentwicklung. Sie können gezielt Kandidaten identifizieren, die nicht nur die fachlichen Anforderungen erfüllen, sondern auch zur Unternehmenskultur passen. Dabei spielt auch die vertrauliche Direktansprache eine wichtige Rolle, da viele erfahrene Asset Manager nicht aktiv auf Jobsuche sind.

Fazit

Die Energieproduktion, der Handel sowie die Übertragung und Verteilung von Strom stehen aufgrund des zunehmenden Anteils erneuerbarer Energien vor zunehmend volatilen und komplexen Rahmenbedingungen. Der Kostendruck, der durch die Anreizregulierung wächst, zwingt Netzbetreiber dazu, ihre Betriebs- und Investitionskosten stärker zu senken, während sie gleichzeitig das aktuelle Qualitätsniveau aufrechterhalten müssen. Um in diesem herausfordernden Umfeld wirtschaftlich erfolgreich zu sein, ist ein effektives Asset Management von entscheidender Bedeutung.

Gleichzeitig entwickelt sich die Branche technologisch weiter. Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Automatisierung werden eine immer größere Rolle spielen und Asset Managern neue Werkzeuge zur Sicherstellung einer höheren Versorgungszuverlässigkeit bei optimaler Kosteneffizienz an die Hand geben. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie über die richtigen AM-Talente verfügen, die nicht nur über fundierte Kenntnisse im Bereich der erneuerbaren Energien und des AMs verfügen, sondern auch die Fähigkeit haben, sich schnell an neue Technologien anzupassen.

Die Suche nach geeigneten Kandidaten wird dabei angesichts des https://wk-personalberatung.de/energiebranche/ Fachkräftemangels in der Energiebranche zunehmend anspruchsvoller. Recruiter müssen innovative Strategien entwickeln, um die besten Talente zu identifizieren und für sich zu gewinnen. Alternativ kommen immer häufiger spezialisierte Personalberater zum Einsatz, die insbesondere bei hoch spezialisierten Energie-Fachkräften das Recruiting entscheidend beschleunigen können.

FAQs

Was versteht man unter Asset Management in der Energiewirtschaft?

Energy Asset Management (EAM) umfasst in der Energiewirtschaft die systematische und koordinierte Verwaltung von Energieanlagen, um deren Lebenszyklus zu optimieren, Kosten zu minimieren und die Effizienz zu steigern. Dies beinhaltet sowohl technische als auch wirtschaftliche Aspekte.

Welche Qualifikationen benötigt ein Asset Manager in der Energiewirtschaft?

Typischerweise benötigt ein Asset Manager einen Hintergrund in Ingenieurwissenschaften, Betriebswirtschaft oder einem verwandten Bereich. Zusätzliche Kenntnisse in Finanzanalyse, Projektmanagement und spezifischen Energietechnologien sind von Vorteil.

Wie unterstützt Energy Asset Management die Nachhaltigkeit in der Energiewirtschaft?

Effizientes Energy Asset Management (EAM) geht mit einem optimalen Betrieb von Energieanlagen einher, was wiederum Ressourcenverbrauch und Emissionen reduziert. Zudem sorgt EAM auch dafür, dass regulatorische und ökologische Anforderungen erfüllt und Investitionskosten bei optimierter Auslastung gesenkt werden.

Wie sieht die Zukunft des Asset Managements in der Energiewirtschaft aus?

Die Zukunft des Energy Asset Managements wird voraussichtlich von der Digitalisierung und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz geprägt sein. Diese Entwicklungen ermöglichen eine präzisere Analyse von Daten und eine bessere Entscheidungsfindung, was zu effizienteren und nachhaltigeren Energieanlagen führt.

Welche Technologien nutzen Asset Manager in der Energiewirtschaft?

Asset Manager verwenden verschiedene Technologien, darunter Datenanalyse-Tools, IoT-Sensoren und AM-Software, um die Leistung von Anlagen zu überwachen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Diese Technologien helfen, Betriebsabläufe zu optimieren und Wartungsbedarf vorherzusagen.

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