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Chief Sales Officer (CSO): Aufgaben, Gehalt und Anforderungsprofil

CSO Chief Sales Officer bespricht die Vertriebsstrategie mit seinem Team.
Als Unternehmer haben Sie sich wahrscheinlich bereits daran gewöhnt, mehrere Bälle auf einmal jonglieren zu müssen. Sobald Ihr Unternehmen aber wächst, müssen Sie ein solides Führungsteam aufbauen, damit Ihnen die vielen verschieden Aufgaben nicht über den Kopf wachsen und Ihr Wachstum gefährden.

Eine der wichtigsten Rollen in diesem kommt dem Chief Sales Officer (CSO) zu. Dieser verantwortet schließlich den Aufbau Ihres Vertriebsteams und sichert so Ihr langfristiges Umsatzwachstum. Ziel eines jeden Unternehmens ist letztendlich Umsatzgenerierung. Und woher kommt dieser Umsatz? Von Ihren Verkäufen. Genau hier passiert Ihre Wertschöpfung. Wenn Sie Ihre Umsätze nicht steigern können, können Sie nicht wachsen. Schauen wir uns also an, wie der Job eines CSOs aussieht und auf welche Fähigkeiten Sie achten müssen, wenn Sie die Stelle neu besetzen möchten.

Inhalt

  1. Wie sehen die Schlüsselaufgaben eines CSOs aus?
  2. CSO oder CRO? Wo liegt der Unterschied?
  3. Wann braucht mein Unternehmen einen CSO?
  4. Wie sieht das Anforderungsprofil?
  5. Wieviel verdient ein Chief Sales Officer?
  6. Fazit
  7. FAQS

Wie sehen die Schlüsselaufgaben aus?

Obgleich die Rolle je nach Unternehmen und Branche durchaus unterschiedlich interpretiert wird, ist der CSO im Kern immer dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen über starke Verkaufszahlen wachsen kann. Im Einzelnen sehen die Aufgaben folgendermaßen aus:

Strategische Vertriebsplanung mit Datenpower

Es gibt ziemlich viele Möglichkeiten, wie Ihr Unternehmen den Verkauf angehen kann. Was ist also der richtige Weg? Speziell für Ihr Unternehmen und Ihr Produkt?
Wegweiser mit der Aufschrift 'Which way?' verdeutlicht die Bedeutung der richtigen CSO-Strategie (Foto).
Die Wahl der richtigen Vertriebsstrategie ist erfolgsentscheidend

Genau dies herauszufinden, ist die Aufgabe des CSO. Er entwickelt die Vertriebsstrategie, mit der Sie Ihre Geschäftsziele erreichen. Das umfasst die richtige Produktplatzierung, die intensive Pflege der richtigen Vertriebskanäle und kontinuierliche Verbesserung der Prozesse. Hierzu gestaltet er Ihre Sales Funnel, definiert Quoten und sorgt dafür, dass Ihre Umsatzkurve wie gewünscht verläuft. In dynamischen Märkten ist diese Aufgabe iterativ: Das heißt, er muss dies immer wieder tun und kontinuierlich die Performance Ihres Vertriebs messen und optimieren.

Wettbewerbsvorsprung durch Marktintelligenz

Sie sind nicht allein auf dem Markt. Einer der wichtigsten Aufgaben des Verkaufs ist es, zu lernen, wie Sie Ihrer Konkurrenz einen Schritt voraus sein können. Marktanteile sind das A und O. Aktiv Wege zu finden, wie Sie sich von der Konkurrenz abheben können, liegt in der Verantwortung Ihres CSOs. Marktanteile werden so nicht nur verteidigt, sondern gezielt erobert – und dies erfordert eine systematische Analyse der Wettbewerbslandschaft.
CSO analysiert Marktdaten mit Diagrammen und Berichten für strategische Vertriebsentscheidungen (Foto).
Datenbasierte Entscheidungen sichern Ihren Vertriebserfolg

Hierzu analysiert er alle Ihre Verkaufszahlen beeinflussende Faktoren – von Ihrer Geschäftstaktik über die Preis- und Vertriebsstrategie bis hin zu den Aktivitäten Ihrer Konkurrenz. Ziel ist immer anhand aller relevanten KPIs die Effektivität Ihrer aktuellen Vertriebsmaßnahmen zu überprüfen und in einem dynamischen Geschäftsumfeld die Wachstumsraten und Verkaufsziele aufrechtzuerhalten. Denn kein Unternehmen läuft auf Autopilot. Die Ergebnisse seiner Analysen fasst Ihr Chief Sales Officer in Berichten, Präsentationen und Handlungsempfehlungen für Sie und Ihre Stakeholder zusammen.

Customer Journey als Vertriebskompass

Um wirklich gute Verkaufszahlen realisieren zu können, müssen Sie wissen, was Ihre Kunden denken und wollen. Ihr Vertrieb muss also auf eine positives Kundenerlebnis entlang Ihres gesamten Sales Funnels ausgelegt sein. Ein guter CSO richtet den Vertrieb an der Customer Journey aus. Und zwingt Ihre Kunden nicht in einen komplizierten Prozess, der vorranging Ihrem Verkaufsteam nutzt. Er wird deshalb Ihren gesamten Funnel stärker an die Bedürfnisse Ihrer Kunde ausrichten.

Recruiting und Retention

Als Führungskraft ist der CSO natürlich auch für das Recruiting und die Bindung Ihrer Vertriebsmitarbeiter verantwortlich. Hierzu entwickelt er gemeinsam mit Ihrer Personalabteilung Prozesse zur Gewinnung, Einarbeitung und zum Weiterentwicklung Ihrer wichtigsten Vertriebler. Dies umfasst unter anderem die Auswahl der Kandidaten, die Planung von Schulungen sowie die Entwicklung wettbewerbsfähiger und zugleich für Sie tragbarer Vergütungspläne und Benefits.

Funktionsübergreifende Zusammenarbeit

Um eine schnelleres Umsatzwachstum und höhere Rentabilität sicherzustellen, arbeitet der CSO funktionsübergreifend mit anderen Führungskräften und Executive-Teams Ihres Unternehmens zusammen. Das ist wichtig: Studien wie die von Forrester zeigen nämlich, dass Unternehmen, in denen sich Vertrieb, Produktion und Marketing eng abstimmen, um nahezu 20 Prozent schneller wachsen und 15 Prozent rentabler sind.

Am wichtigsten ist aber die Abstimmung mit Ihrem Marketing. Mit diesem werden Strategien entwickelt, um Ihre Marke bekannter zu machen und so Ihre Verkaufsziele schneller erreichen zu können. Für eine bessere Abstimmung kann der CSO auch Schulungen zwischen Vertrieb und Kundendienst koordinieren, um die Kundenzufriedenheit zu verbessern.
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Eine gute Abstimmung mit anderen Abteilungen verbessert Ihren Umsatz
Manchmal, vor allem in kleineren Unternehmen, sind die Rollen von CSO und CMO im Chief Sales und Marketing Officer (CSMO) gebündelt. In dieser erweiterten Rolle muss der CSO nicht nur die bislang beschriebenen Aufgaben erfüllen, sondern auch die des Chief Marketing Officers. Das heißt er leitet neben dem Vertriebsteams auch die Marketingführungskräfte und deren Teams.

CSO oder CRO? Wo liegt der Unterschied?

Wenngleich die Rollen von CSO und CRO (Abkürzung für Chief Revenue Officer) auf den ersten Blick ähnlich scheinen, haben sie unterschiedliche Funktionen. Beide verfolgen zwar das Ziel, Ihren Umsatz zu steigern, allerdings mit unterschiedlichen Verantwortungsbereichen und jeweils anderer strategischer Ausrichtung.

CSO vs. CRO

Der CRO hat in der Regel eine umfassendere Rolle, die über den reinen Vertrieb hinausgeht und alle Aspekte der Umsatzgenerierung integriert. Während der CSO sich auf die Optimierung des Verkaufsprozesses konzentriert, verantwortet der CRO die gesamte „Revenue Engine“ Ihres Unternehmens.

Wie sieht das Anforderungsprofil aus?

Während viele neue Positionen auf dem C-Level erst in den letzten Jahrzehnten entstanden sind, gehört der Chief Sales Officer zu den klassischen Führungsrollen – aus gutem Grund. Jedes erfolgreiche Unternehmen fußt auf einem gut geölten Vertrieb, der wiederum von der richtigen Person in dieser Position abhängt. Und die Besetzung mit dem passenden Kandidaten erfordert weit mehr als einfach Ihren leistungsstärksten Vertriebler zu befördern. Denn dieser muss nicht nur umfassende Vertriebskenntnisse mitbringen; er muss auch effektive Vertriebsstrategien entwickeln und Ihr Team in einem schnelllebigen und dynamischen Geschäftsumfeld führen können.

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Besetzung der CSO-Position muss wohlüberlegt sein

Auch wenn sich die Vertriebskanäle und damit die Customer Journeys mit dem Aufstieg von E-Commerce verändert haben, bleiben die erforderlichen Qualifikationen für erfolgreiche Kandidaten auch heute noch grundsätzlich gleich.

Ausbildung und Berufserfahrung

Ein Bachelor- oder Masterabschluss im kaufmännischen Bereich (u. a. Vertrieb, Marketing) bilden das Fundament für den Aufstieg zum CSO. In einigen Branchen sind auch branchenspezifischere Studiengänge wie beispielsweise ein MINT-Studium in der IT und im Tech-Bereich sinnvoll. Um auch für das C-Level-Management geeignet zu sein, sind vieljährige (mind. 10 Jahre) operative und leitende Erfahrungen im Vertrieb Voraussetzung.

Dazu gehören insbesondere Erfahrung in der Entwicklung innovativer Verkaufsstrategien und im Ausbau von Vertriebsorganisationen, die geholfen haben, der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Ein Kandidat kann für Sie zudem seinen Wert erhöhen, wenn er auch ein eigenes Netzwerk in der jeweiligen Branche mitbringen kann.

Analytische Fähigkeiten

Ein Chief Sales Officer muss Recherchen durchführen und Rohdaten aus verschiedenen Datenquellen analysieren können. Ihr Kandidat sollte also technisch versiert im Umgang mit Customer-Relationship-Management-Software (CRM) sein, um die Aktivitäten Ihres Vertriebsteams zu überwachen und Vertriebsberichte zu erstellen, die echte Einblicke in Ihre Vertriebsperformance gewähren.

Und schließlich muss er aus den zugearbeiteten Berichten und Analysen Handlungsempfehlungen und nächste Schritte ableiten können, die Ihren Unternehmenszielen zugutekommen.

Führungskompetenzen und Kommunikationsfähigkeit

Ein Chief Sales Officer sollte in der Lage sein, sein Vertriebsteam mit einer klaren Vision und einem gemeinsamen Ziel zu leiten. Dies erfordert Empathie, strategisches Denken und die Fähigkeit, Vertriebsziele zu definieren und zu priorisieren. Führung heißt außerdem auch, die Weiterentwicklung des Teams durch gezielte Schulungsmaßnahmen zu fördern, High Potentials zu identifizieren und auf zukünftige Führungsaufgaben vorzubereiten.

Die 4 wichtigsten zu entwickelnden Kompetenzen für eine CSO-Position

Intern muss der Chief Sales Officer für eine klare und zielgerichtete Kommunikation stehen, damit sein Vertriebsteam reibungslos zusammenarbeiten und die definierten Leistungsziele erreichen. Extern vertritt der CSO Ihr Unternehmen gegenüber Kunden und Geschäftspartnern. Er muss also sympathisch wirken, um starke Beziehungen aufbauen zu können. Immerhin übernimmt er in der Regel direkt Ihre wichtigsten Kundenaccounts.

Wieviel verdient ein Chief Sales Officer

Wie bei jedem Job ist auch das Gehalt eines Chief Sales Officers von Branche und Standort abhängig. So verdient ein Chief Sales Officer im Maschinen- und Anlagenbau, im Fahrzeugbau, in der Pharmaindustrie und bei Finanzdienstleistern in aller Regel mehr als beispielsweise in der Energie- und Wasserversorgung.

Relevant ist zudem, wie groß die von ihm zu leitende Vertriebsabteilung ist und wie viel Verantwortung seiner Rolle zugeordnet wird. Internationale Konzerne mit mehreren regionalen Sales Managern und Teams zahlen zumeist sehr viel mehr als ein mittelständisches Unternehmen.

So viel verdient ein CSO

Quelle Zahlen: Gehalt.de
Grafik: WK Personalberatung

Im Schnitt befindet sich das Jahresgehalt im sechsstelligen Bereich und umfasst eine für den Vertrieb übliche variable bzw. leistungsbezogene Komponente, die noch einmal 25 Prozent zusätzlich ausmachen kann.

Fazit

Wenn Ihr Unternehmen seine Umsatzziele nicht erreicht, Sie keine etablierten Vertriebsprozesse oder Schwierigkeiten haben, Ihre Umsätze zu steigern, ist es an der Zeit, einen neuen CSO einzustellen. Die richtige Person zu finden, ist entscheidend für das Wachstum Ihres Unternehmens. Nehmen Sie sich also Zeit. Bewerten Sie die Ausbildung, Erfahrung, Fähigkeiten und Anpassungsfähigkeit jedes Kandidaten gründlich. Konzentrieren Sie sich bei Ihrer Kandidatenauswahl auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens und finden Sie jemanden, der für Sie effektive Prozesse etablieren und Ihr Vertriebsteam optimal weiterentwickeln kann.

Sollten Ihnen die internen HR-Ressourcen oder die notwendige Expertise für diese anspruchsvolle Rekrutierung fehlen, kann Ihnen eine spezialisierte Personalberatung weiterhelfen. Diese verfügt über Netzwerke in Nischensegmenten, kann die Besetzung beschleunigen und die Qualität Ihrer Kandidaten signifikant anheben.

FAQs

Was sind die Hauptaufgaben eines Chief Sales Officers?

Ein CSO entwickelt Vertriebsstrategien, optimiert Verkaufsprozesse und steuert die gesamte Vertriebsorganisation. Er analysiert Marktdaten, definiert Umsatzziele und sorgt für eine kundenorientierte Vertriebsausrichtung. Zudem koordiniert er die Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, Marketing und anderen Unternehmensbereichen.

Wann sollte ein Unternehmen einen CSO einstellen?

Ein CSO wird wichtig, wenn Ihr Unternehmen Schwierigkeiten bei der Umsatzsteigerung hat oder keine etablierten Vertriebsprozesse besitzt. Die Rolle ist sinnvoll für Unternehmen mit wachsender Komplexität im Vertrieb und dem Bedarf nach strategischer Steuerung. Typischerweise wird die Position in mittleren und großen Unternehmen benötigt.

Welche Qualifikationen braucht ein guter Chief Sales Officer?

Ein CSO benötigt in der Regel einen kaufmännischen Hochschulabschluss und mindestens 10 Jahre Vertriebserfahrung. Wichtige Kompetenzen sind analytische Fähigkeiten, Führungskompetenz und die Fähigkeit, datenbasierte Vertriebsstrategien zu entwickeln.

Unterscheidet sich ein CSO von einem CRO?

Der CSO konzentriert sich primär auf Vertriebsoptimierung, während der CRO eine umfassendere Rolle in der Umsatzgenerierung hat. Der CRO koordiniert alle umsatzrelevanten Abteilungen und verfolgt eine ganzheitlichere Wachstumsstrategie. In kleineren Unternehmen können diese Rollen auch zusammenfallen.

Wie kann ein CSO mein Unternehmenswachstum beschleunigen?

Ein CSO beschleunigt das Wachstum durch strategische Vertriebsplanung, Marktanalyse und kontinuierliche Leistungsoptimierung. Er entwickelt innovative Vertriebsstrategien, baut leistungsstarke Teams auf und richtet den Vertrieb konsequent an Kundenbedürfnissen aus. Dabei nutzt er Datenanalysen, um Wachstumspotenziale zu identifizieren.

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