Im Geschäftsjahr 2024 lag die Gesamtdirektvergütung von Sparkassenvorständen im Median bei 439.000 Euro, davon 10,2 Prozent variabler Anteil (45.000 Euro). Sparkassenvorstände sind damit Spitzenreiter im Kommunalsektor. Sie verdienen im Median das 2,4-Fache aller anderen kommunalen Unternehmen (186.000 Euro) und rund das 1,6-Fache von Vorständen in Stadtwerken, Energie- und Wasserversorgern (273.000 Euro).
Das Wichtigste auf einen Blick
- Spitzenreiter im Kommunalsektor: Die Gesamtdirektvergütung von Sparkassenvorständen lag im Median im Geschäftsjahr 2024 bei 439.000 Euro (davon 10,2 Prozent beziehungsweise 45.000 Euro variabler Anteil).
- Deutlicher Branchenvorsprung: Sparkassenvorstände verdienen im Median das 2,4-Fache aller anderen kommunalen Unternehmen (186.000 Euro) und das 1,6-Fache von Vorständen in Stadtwerken, Energie- und Wasserversorgern (273.000 Euro).
- Kaufkraft fast komplett verteidigt: Durch einen starken Zuwachs von 9,2 Prozent im Jahr 2024 konnten Sparkassenvorstände den Inflationsrückstand der Vorjahre aufholen und verzeichneten über den Fünfjahreszeitraum ein Reallohnminus von nur rund 1,4 Prozent.
- Einfluss der Institutsgröße: Die Vorstandsbezüge steigen mit der Größe des Instituts: In kleinen Sparkassen liegt der Median bei 310.000 bis 361.000 Euro, in großen Instituten bei 557.000 bis 584.000 Euro.
Inhalt
- Zahlengrundlage
- Entwicklung der Vergütung von Sparkassenvorständen von 2020 bis 2024
- Starke Gehaltsunterschiede nach Sparkassengröße
- Wo die Zahlen an Grenzen stoßen
Zahlengrundlage
Die Public Pay Studie zeigt jeweils das zwei Jahre zurückliegende Geschäftsjahr, das Erhebungsjahrgang 2026 also das Geschäftsjahr 2024. Die Gesamtdirektvergütung umfasst die feste und variable Vergütung in Brutto sowie Sach- und Nebenleistungen. Die Altersversorgung bleibt unberücksichtigt. Ausgewiesen wird Pro-Kopf-Median. Als Vergleichswert dient der Median aller in der Studie erfassten kommunalen Unternehmen über alle Branchen hinweg. Für das Geschäftsjahr 2024 liegen Angaben von 537 Personen in 213 Sparkassen vor.
Entwicklung der Vergütung von Sparkassenvorständen von 2020 bis 2024
Die Entwicklung der Gesamtdirektvergütung zeigt über die fünf Studienjahre ein kontinuierliches Wachstum:
Vergütung von Sparkassenvorständen von 2020 bis 2024
Quelle Zahlen: Public Pay-Studie 2022-2026
Grafik: WK Personalberatung
Sie stieg in jedem Jahr: 2021 um 1,6 Prozent, 2022 um 2,9, 2023 um 3,1 und 2024 um 9,2 Prozent. Insgesamt liegt sie in 2024 um 17,7 Prozent über dem Wert von 2020. In allen anderen kommunalen Unternehmen stieg die Vorstandsvergütung im selben Zeitraum lediglich um 10,1 Prozent. Die variable Vergütung stieg von 37.000 auf 45.000 Euro. Ihr Anteil bewegt sich in allen Jahren zwischen 9,2 und 10,7 Prozent.
Während breite Teile der Wirtschaft und der kommunalen Unternehmen durch die hohe Inflation (+19,3 Prozent) erhebliche Reallohnverluste hinnehmen mussten (im kommunalen Schnitt ca. -8 Prozent, in der Abfallwirtschaft sogar ca. -19 Prozent), konnten Sparkassenvorstände ihre Kaufkraft im Median mit einem Reallohnminus von nur rund 1,4 Prozent nahezu vollständig verteidigen. Insbesondere der kräftige Zuwachs im Geschäftsjahr 2024 (+9,2 Prozent) hat den Inflationsrückstand der Vorjahre auf einen Schlag ausgeglichen.
Starke Gehaltsunterschiede nach Sparkassengröße
Vergütung von Sparkassenvorständen nach Institutsgröße (2024)
Quelle Zahlen: Public Pay-Studie 2026
Grafik: WK Personalberatung
Anders als in anderen kommunalen Branchen ist die Studienkohorte relativ groß: Pro Quartil (Einteilung der Stichprobe in vier gleich große 25-Prozent-Gruppen) liegen Angaben zur Gesamtdirektvergütung von 112 bis 176 Personen vor. Nach Bilanzsumme war die Staffelung in früheren Ausgaben trotzdem nicht konsistent: Im Geschäftsjahr 2022 lag das kleinste Viertel mit 399.000 Euro über dem zweiten und dritten (308.000 und 370.000 Euro).
Wo die Zahlen an Grenzen stoßen
Die Stichprobengröße wechselt in jedem Jahrgang (198 bis 220 Unternehmen, 508 bis 537 Personen) und auch die Quartilsgrenzen werden jedes Mal neu berechnet. Jahresvergleiche sind entsprechend nur begrenzt möglich. Die betrachteten Daten liegen zudem zwei Jahre zurück und enthalten nicht die Altersversorgung. Angaben zu Sach- und Nebenleistungen gibt es nur für 28,9 Prozent. Für die Berechnung der adäquaten Vergütung einer konkreten Besetzung ersetzen die Branchenwerte aus der Public Pay-Studie entsprechend keine Vergleichsgruppe.



